Kunst und Fernsehen – eine schwierige Beziehungskiste

Günther Uecker TV, 1963, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Günther Uecker
TV, 1963, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Ich habe, seit ich mich erinnere, nie gern fern gesehen. Umso gespannter war ich auf die Ausstellung „TeleGen“ im Kunstmuseum Bonn, die ich mir für das Kulturmagazin k.west angeschaut habe. Fazit: Auch die Bildende Kunst hat offenbar noch lange keinen Frieden mit dem Medium gemacht… Hier geht’s zur Besprechung.

Ein Interview mit mir

2015-10-28 19.08.49KulturjournalismusSchlicht „Kulturjournalismus“ heißt dieses Buch von Dr. Petra Weber, das ich sehr gern empfehle. Der Grund: Ich komme darin vor! Der 20. Band aus der Reihe „Journalismus: Theorie und Praxis“ liefert Porträts und Interviews mit Kulturjournalisten aller Medien in ganz Deutschland: Petra Weber sprach  zum Beispiel mit Anne Peter und Esther Slevogt von nachtkritik.de, mit Matthias Bongard vom WDR, mit Petra Kaminsky von dpa oder Feuilletonredakteur Andreas Platthaus von der FAZ. Mit mir sprach sie über das Arbeiten in verschiedenen Formaten für verschiedene Medien, über Storytelling, Bloggen und Veränderungen im Berufsbild.

Das Buch erscheint im Lit Verlag und ist hier erhältlich.

Medienagenturen in der Region – ein Über und Ausblick

0Ruhr WirtschaftEtwa sieben Jahre habe ich für die Medienagentur mct gearbeitet – diese Zeit geht in einigen Tagen zuende. Ein seltsamer Zufall, dass mich die IHK zu Dortmund nun bat, die Aufmacherstory der Oktober-Ausgabe ihres Magazins „Ruhr Wirtschaft“ ausgerechnet zum Thema Medienagenturen zu schreiben. So habe ich mich zum Abschluss noch einmal in die Agenturszene der Region vertieft und mit Agenturbetreibern und Ausbildern über Status Quo und Perspektiven der Branche in Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna geprochen. Hier geht’s zur Geschichte (S. 8).

 

Multimedia-Story: Wow, Westfalen!

2015-10-19 20_53_23-Westfalen – Ein Reiseführer für Rhein- und andere AusländerWestfalen? Wer sind sie? Wie? Und vor allem: Wo? Nicht nur für Rheinländer ist Westfalen Terra Incognita. Weil Westfalen nun Geburtstag hat und 200 Jahre alt wird, hab ich der weithin unterschätzten Region mal einen digitalen Reiseführer gestaltet… Nachzulesen und anzuschauen hier im Kulturkenner.

Mit Filmen von Olaf Nowodworski und Tim Müller sowie der versierten Stadtführerin Anja Hecker-Wolf als Interviewpartnerin!

Buch-Rezension: Von der Kunst, in der Fremde zu leben

frontGine Selle ist eine extrem wandlungsfähige Dortmunder Künstlerin – eine bildende, eigentlich. Nun legt sie ihren ersten Roman vor. In ihm verknüpft sie eigene Erlebnisse während eines Kunstprojekts in Chile mit der Lebensgeschichte einer Chilenin, die einige Jahre im deutschen Exil verbracht hat. Ich habe das Buch gelesen und für die Revierpassagen aufgeschrieben, warum sich die Lektüre lohnt.

Dreimal Ruhrfestspiele

Szene aus "Flucht aus Ägypten". Foto: Bohumil_Kostohryz

Szene aus Taboris „Flucht aus Ägypten“. Foto: Bohumil Kostohryz

Das erste Stück des großen George Tabori, das jüngste Werk von Yasmina Reza und ein Klassiker von Eugène Ionesco – das war die viel zu kleine Auswahl, die ich (neben Emile Zolas „Das Geld“) von den Ruhrfestspielen in Recklinghausen mitbekommen habe. Die Besprechungen erschienen im Westfälischen Anzeiger in Hamm – und im Kulturblog Revierpassagen, nachzulesen hier:

„Die Nashörner“ von Eugène Ionesco

„Bella Figura“ von Yasmina Reza

„Flucht nach Ägypten“ von George Tabori

Ruhrfestspiele: Émile Zola und der Kapitalismus

Foto: Björn Hickmann

Foto: Björn Hickmann

Der Theater-Mai hat begonnen: Die Ruhrfestspiele in und um Recklinghausen und der „Stücke“-Wettbewerb in Mülheim sorgen für viele, viele dramatische Abende… Gestern war ich für den Westfälischen Anzeiger aus Hamm unterwegs. Ich habe bei den Ruhrfestspielen Émile Zolas Roman „Das Geld“ in einer Bühnenfassung des Saarländischen Staatstheaters gesehen – hier die Besprechung im Kulturblog „Revierpassagen„.

Die harmlosen Rebellen

Das Gegenmodell zu "Erkan und Stefan": RebellComedy. Foto: Mirza Odabasi

Das Gegenmodell zu „Erkan und Stefan“: RebellComedy. Foto: Mirza Odabasi

Schon mal gesehen? Das sind RebellComedy, die wohl erfolgreichsten Witzbolde in einer speziellen Zielgruppe: der Zielgruppe der jungen Deutschen mit Migrationshintergrund. Ich kannte die Gruppe um Usama Elyas und Babak Ghassim übrigens nicht, bevor ich sie zum Interview in Aachen traf. Es hat sich gelohnt. Mit-Gründer Usama Elyas – übrigens Sohn eines der prominentesten Muslime Deutschlands – erzählte mir die verblüffende Erfolgsgeschichte dieser verblüffend harmlosen Rebellen. Anschließend zeigte er mir den Aachener Dom. Das Porträt „Schön auf Kriegspfad“ erschien in der April-Ausgabe des Kulturmagazins K.West – hier kann man es lesen.

Islam in der Schule

Islamischer Religionsunterricht - nur wenige muslimische Schüler kommen in den Genuss.

Islamischer Religionsunterricht – nur wenige muslimische Schüler kommen in den Genuss.

Vor neun Jahren habe ich für das Kulturmagazin K.West über Islamkunde an deutschen Schulen geschrieben. Damals kämpften die Verbände für einen islamischen Religionsunterricht, der dem christlichen Religionsunterricht gleichgestellt ist. Inzwischen gibt es ihn. Ich habe mir eine Schulstunde in der Grundschule angeschaut, mit dem Lehrer und einer Schulleiterin gesprochen und mit Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, der Vorsitzenden des liberalen-islamischen Bundes. Am Ende war ich noch immer unsicher: Ist das nun der richtige Weg?

Hier geht es zum Beitrag.