Ein Interview mit mir

2015-10-28 19.08.49KulturjournalismusSchlicht „Kulturjournalismus“ heißt dieses Buch von Dr. Petra Weber, das ich sehr gern empfehle. Der Grund: Ich komme darin vor! Der 20. Band aus der Reihe „Journalismus: Theorie und Praxis“ liefert Porträts und Interviews mit Kulturjournalisten aller Medien in ganz Deutschland: Petra Weber sprach  zum Beispiel mit Anne Peter und Esther Slevogt von nachtkritik.de, mit Matthias Bongard vom WDR, mit Petra Kaminsky von dpa oder Feuilletonredakteur Andreas Platthaus von der FAZ. Mit mir sprach sie über das Arbeiten in verschiedenen Formaten für verschiedene Medien, über Storytelling, Bloggen und Veränderungen im Berufsbild.

Das Buch erscheint im Lit Verlag und ist hier erhältlich.

Multimedia-Story: Wow, Westfalen!

2015-10-19 20_53_23-Westfalen – Ein Reiseführer für Rhein- und andere AusländerWestfalen? Wer sind sie? Wie? Und vor allem: Wo? Nicht nur für Rheinländer ist Westfalen Terra Incognita. Weil Westfalen nun Geburtstag hat und 200 Jahre alt wird, hab ich der weithin unterschätzten Region mal einen digitalen Reiseführer gestaltet… Nachzulesen und anzuschauen hier im Kulturkenner.

Mit Filmen von Olaf Nowodworski und Tim Müller sowie der versierten Stadtführerin Anja Hecker-Wolf als Interviewpartnerin!

Buch-Rezension: Von der Kunst, in der Fremde zu leben

frontGine Selle ist eine extrem wandlungsfähige Dortmunder Künstlerin – eine bildende, eigentlich. Nun legt sie ihren ersten Roman vor. In ihm verknüpft sie eigene Erlebnisse während eines Kunstprojekts in Chile mit der Lebensgeschichte einer Chilenin, die einige Jahre im deutschen Exil verbracht hat. Ich habe das Buch gelesen und für die Revierpassagen aufgeschrieben, warum sich die Lektüre lohnt.

Dreimal Ruhrfestspiele

Szene aus "Flucht aus Ägypten". Foto: Bohumil_Kostohryz

Szene aus Taboris „Flucht aus Ägypten“. Foto: Bohumil Kostohryz

Das erste Stück des großen George Tabori, das jüngste Werk von Yasmina Reza und ein Klassiker von Eugène Ionesco – das war die viel zu kleine Auswahl, die ich (neben Emile Zolas „Das Geld“) von den Ruhrfestspielen in Recklinghausen mitbekommen habe. Die Besprechungen erschienen im Westfälischen Anzeiger in Hamm – und im Kulturblog Revierpassagen, nachzulesen hier:

„Die Nashörner“ von Eugène Ionesco

„Bella Figura“ von Yasmina Reza

„Flucht nach Ägypten“ von George Tabori

Die harmlosen Rebellen

Das Gegenmodell zu "Erkan und Stefan": RebellComedy. Foto: Mirza Odabasi

Das Gegenmodell zu „Erkan und Stefan“: RebellComedy. Foto: Mirza Odabasi

Schon mal gesehen? Das sind RebellComedy, die wohl erfolgreichsten Witzbolde in einer speziellen Zielgruppe: der Zielgruppe der jungen Deutschen mit Migrationshintergrund. Ich kannte die Gruppe um Usama Elyas und Babak Ghassim übrigens nicht, bevor ich sie zum Interview in Aachen traf. Es hat sich gelohnt. Mit-Gründer Usama Elyas – übrigens Sohn eines der prominentesten Muslime Deutschlands – erzählte mir die verblüffende Erfolgsgeschichte dieser verblüffend harmlosen Rebellen. Anschließend zeigte er mir den Aachener Dom. Das Porträt „Schön auf Kriegspfad“ erschien in der April-Ausgabe des Kulturmagazins K.West – hier kann man es lesen.

Islam in der Schule

Islamischer Religionsunterricht - nur wenige muslimische Schüler kommen in den Genuss.

Islamischer Religionsunterricht – nur wenige muslimische Schüler kommen in den Genuss.

Vor neun Jahren habe ich für das Kulturmagazin K.West über Islamkunde an deutschen Schulen geschrieben. Damals kämpften die Verbände für einen islamischen Religionsunterricht, der dem christlichen Religionsunterricht gleichgestellt ist. Inzwischen gibt es ihn. Ich habe mir eine Schulstunde in der Grundschule angeschaut, mit dem Lehrer und einer Schulleiterin gesprochen und mit Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, der Vorsitzenden des liberalen-islamischen Bundes. Am Ende war ich noch immer unsicher: Ist das nun der richtige Weg?

Hier geht es zum Beitrag.

Twittern im Theater – ein Erfahrungsbericht

Adam

Tweet Nummer 9 vom TweetUp am Schauspiel Dortmund.

Während der Theater-Vorstellung mit dem Handy fotografieren und filmen, lesen und twittern? Genau das ist beim Theatertwitter erwünscht. Ich habe zum ersten Mal mitgemacht. Es ging um die Wiederaufnahme von „The Return of Das goldene Zeitalter oder 100 Wege, dem Schicksal das Sorgerecht zu entziehen“ am Schauspiel Dortmund. Würden 140 Zeichen reichen? Würde ich vor lauter Smartphone-Gefummel noch mitbekommen, was auf der Bühne geschieht? Und: Wird das Getwitter überhaupt irgend jemanden interessieren? Ein Erfahrungsbericht in den Revierpassagen.

Geschichte hinter Fassaden: Ein Baukunstarchiv für NRW

Der Lichthof im ehemaligen Museum am Ostwall. Foto: Axel M. Mosler

Der Lichthof im ehemaligen Museum am Ostwall. Foto: Axel M. Mosler

Es war eine Entscheidung, mit der am Ende kaum mehr jemand gerechnet hat: NRW bekommt ein Baukunstarchiv, angesiedelt im ehemaligen Museum am Ostwall. Es sammelt die Nachlässe von Architekten, macht sie zugänglich und vermittelt Wissen über Architektur und Städtebau. Untergebracht wird in einem historischen Gebäude, das selbst nur knapp der Abrissbirne entgangen ist – dank des massiven Engagements vieler Bürgerinnen und Bürger. Für das NRW-Kulturmagazin K.West habe ich die Geschichte hinter der Idee aufgeschrieben.

Anarchie und Nestroy: Dortmund experimentiert mit Punk

Foto: Birgit Hupfeld

Foto: Birgit Hupfeld

Niemand hat sich bislang getraut, die legendäre Fun-Punk-Band „Die Kassierer“ („Blumenkohl am Pillemann“) auf die Theaterbühne zu holen. Das Dortmunder Schauspiel hat nun mal den Anfang gemacht: Johann Nestroys „Häuptling Abendwind“ wird in der Inszenierung von Andreas Beck zu einer Punk-Operette. Ich war bei der Premiere und finde: Das hat schon seine Berechtigung im Spielplan. Lustig war’s… hier die etwas differenziertere Kritik.